Die USA haben Venezuela massiv angegriffen und Präsident Maduro und dessen Frau entführt. Wie viele Menschen bei dieser Aggression umgebracht wurden, ist zurzeit noch unbekannt. Dass dieser Angriff einen groben Verstoß gegen das Gewaltverbot des Völkerrechts darstellt, ist sonnenklar. Die Annahme einer Angriffsabsicht Venezuelas auf die USA ist sogar der westlichen Propaganda zu absurd. Es geht den USA um die Rohstoffe Venezuelas, vor allem um das Öl. Und es geht darum, den Einfluss Chinas und Russlands aus der Region zurückzudrängen. Die Monroe-Doktrin aus dem 19. Jahrhundert, die Lateinamerika als Hinterhof der USA ansieht, wurde ganz unverhohlen reaktiviert. Friedensnobelpreisträgerin Machado hat den US-Konzernen schon vor Monaten öffentlich zugesichert, mit ihr als Präsidentin stehe das Land offen zur Rohstoffausbeutung. Sie lud die USA zur Militärintervention ein. Imperator Trump will sie allerdings nicht als Präsidentin, er scheint ihr den Friedensnobelpreis zu neiden. Es wird sich gegebenenfalls ein anderer finden. Schon vor dem jüngsten Angriff spielten die USA Ankläger, Richter und Henker in einem. Venezolanische Boote wurden als Drogenboote identifiziert und versenkt. So viel zum imperialistischen Verständnis von Gewaltenteilung. Das gleiche gilt für die Piraterieakte gegen venezolanische Öltanker. Wir lernen, alle imperialistische Staaten und eben nicht allein Russland, sondern seit dem 19. Jahrhundert weit mehr noch die westlichen, scheren sich einen feuchten Kehricht um das Völkerrecht. Beziehungsweise doch, denn das Völkerrecht wird immer dann hervorgeholt, wenn es die konkurrierende Seite bricht. Übrigens, der ukrainische Präsident Selenskij stellte sich bei dem Überfall auf Venezuela an die Seite der USA, wie dies auch die deutsche und die des überwiegenden Teils der EU Absicht zu sein scheint. Das alles sollten sich hierzulande die jungen Menschen, die mal wieder aufgefordert werden, das Vaterland mit der Waffe in der Hand zu „verteidigen“, vor Augen führen. Und sie sollten ihre Väter fragen, wie viel Land die denn eigentlich besitzen? Es wird nur wenige geben, die diesbezüglich viel zu verlieren haben. Mensch könnte auf Gedanken kommen.


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